14.06.2013 - Markenstandpunkte.

Kampf ums Überleben: Deutsche Kliniken müssen Marke werden.

Die Rufe der Politik nach Kostensenkungen im deutschen Gesundheitsmarkt werden wieder lauter. Gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärte der Krankenhausfachmann der Unionsfraktion, Lothar Riebsamen (CDU) am 5. Februar 2013, er halte ca. 20 Prozent der 2.045 Krankenhäuser in Deutschland für überflüssig. Einer Studie der deutschen Krankenhausgesellschaft (2011) zufolge schreiben derzeit mehr als ein Drittel aller Kliniken Verluste. Vor diesem Hintergrund ist davon aus zu gehen, dass eine nicht unwesentliche Zahl deutscher Krankenhäuser in den kommenden Jahren von der Bildfläche verschwinden wird.

 

Strukturelle Gründe und Profillosigkeit.

Um den Fortbestand einer Klinik zu sichern ist es deshalb nicht nur notwendig zu sparen, sondern vor allem von den (zahlungskräftigen) Patienten als bevorzugter Behandlungsort wahrgenommen zu werden. Neben Krankenhäusern, die aus strukturellen Gründen nicht mehr wettbewerbsfähig sind, werden deshalb diejenigen verlieren, denen es nicht gelingt, ein eigenes Profil aufzubauen. Häuser, die keine Besonderheiten aufweisen, in der Kommunikation nicht fokussieren und sich vom Wettbewerb nicht differenzieren, wird das nicht gelingen. Sie werden deshalb zuerst verschwinden.

 

Wer hingegen Schwerpunkte setzt und diese auch konsequent über die verschiedenen Kontaktpunkte erlebbar macht, wird in der Lage sein, sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Durch Internet, Foren und Blogs sind die „Kunden“ der Krankenhäuser immer besser (oder vermeintlich besser) informiert, eine glaubwürdige und belastbare Markenkommunikation wird deshalb immer wichtiger.

Krankenhaus Schild Notfall OP

Marke werden: Stärken identifizieren, ausbauen, kommunizieren.

Ob Stadtkrankenhaus oder Klinikverbund: Es wird zunehmend darum gehen, die eigenen Stärken zu identifizieren, weiter auszubauen und nachhaltig zu kommunizieren. Dabei wird kaum ein Haus an einer weiteren Spezialisierung und dem konsequenten, fokussierten Aufbau einer eigenen Marke vorbei kommen. Gelingt dies aber, können die Kliniken neben einer besseren Patientenansprache im direkten Einzugsgebiet auch überregional und sogar international weitere Zielgruppen erschließen. Auch im Krankenhausmarkt kann Marke eben den Unterschied machen.

 

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Autor: Hans Meier-Kortwig, Juni 2013.

 

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