02.12.2020 - News.

Der GMK Marken-Mittwoch: Der Deal des Jahres, emotionale Weihnachtskampagnen und modernisierte Markenauftritte.

“It‘s becoming to look a lot …” – auch in der Markenwelt ist die Vorweihnachtszeit angekommen. Viele Marken trumpfen mit emotionalen Weihnachtsspots und gehen auf ihre ganz eigene Art und Weise mit diesem speziellen Weihnachtsfest um. Außerdem wurde der Bürokommunikationsdienst Slack für knapp 28 Milliarden US-Dollar an Salesforce verkauft, Patagonia warb am Black Friday für weniger Konsum und Opel erfand seinen Blitz neu.

Google: was das Chromebook mit einem Bankraub zu tun hat.

Für die Bewerbung des Chromebook kooperiert Google mit der Serie Haus des Geldes
Bild: Screenshot aus YouTube-Spot von Google Deutschland

Sie ist eine der großen Erfolgsserien auf Netflix: Haus des Geldes. Jetzt hat sich Google die hohe Aufmerksamkeit rund um die spanische Bankraubgeschichte zu Nutze gemacht und die neue Chromebook-Kampagne in Kooperation mit Haus des Geldes gestaltet. Der neue Spot zeigt mit einem Augenzwinkern, wie der Banküberfall rund um Professor, Tokio, Berlin und Nairobi ganz einfach mit Hilfe der verschiedenen Chromebook-Funktionen funktioniert hätte. Die Kampagne wird auf Social Media ausgestrahlt und beinhaltet neben dem Hauptspot mehrere kleinere Spots.

Riesen-Deal: Salesforce kauft Slack für knapp 28 Milliarden US-Dollar.

Bereits zu Beginn der Woche wurden Gerüchte laut, dass der Cloud-Anbieter Salesforce den Bürokommunikationsdienst Slack übernehmen will. Jetzt steht fest: der Deal ist zustande gekommen. Salesforce hat Slack für 27,7 Milliarden US-Dollar gekauft. Slack gehört ganz klar zu den Gewinnern der Corona-Krise und profitierte von Homeoffice und Remote-Lösungen. Knapp 750.000 Unternehmen nutzen den Messenger-Dienst mittlerweile für ihre Kommunikation. Mit der Übernahme von Slack setzt SAP-Konkurrent Salesforce auf eine digitale Kommunikation, auch nach der Pandemie. Mit dem Kommunikationsdienst wird die letzte Lücke im Portfolio von Salesforce geschlossen. Salesforce-Chef und Gründer Marc Benioff sieht eine glänzende Zukunft in der Vereinigung der beiden Plattformen: "Stewart und sein Team haben eine der beliebtesten Plattformen in der Geschichte der Unternehmenssoftware mit einem unglaublichen Ökosystem aufgebaut. Gemeinsam werden Salesforce und Slack die Zukunft der Unternehmenssoftware gestalten und die Art und Weise verändern, wie wir alle in der komplett digitalen Welt arbeiten." Slack-Chef Steward Butterfield sieht eine ebenso große Zukunft: "Salesforce startete die Cloud-Revolution, und zwei Jahrzehnte später loten wir immer noch alle Möglichkeiten aus, um unsere Arbeitsweise zu verändern. Die Chance, die wir gemeinsam sehen, ist gewaltig."

Apple: Marke spendet Trost zu einem besonderen Weihnachtsfest.

Ein nicht sonderlich einfaches Jahr geht mit einem ebenso schwierigen Weihnachtsfest zu Ende. Die „besinnlichste Zeit des Jahres“ wird anders sein. Keine großen und ausgelassenen Familienfeiern, alles ist anders als sonst. In diesen Zeiten möchte Apple Trost spenden und zeigt das in der neuen Kampagne für den HomePod Mini. Das Motto: mit dem HomePod Mini wird Weihnachten groß. Testimonial des Spots ist Rapperin Tierra Whack, deren Laune im Spot vom Mini-Lautsprecher und einem „Mini-Me“ deutlich aufgeheitert wird.

Patagonia: Marke feiert einen Anti-Black Friday.

„Buy Less, Demand More“, war das Motto der Outdoor-Bekleidungsmarke Patagonia am Black Friday. Während viele andere Marken mit Rabatten der Extraklasse um sich warfen, ging Patagonia in die entgegengesetzte Richtung. Für das Unternehmen nichts Neues. Bereits 2011 warben sie mit der „Don’t Buy This Jacket“-Kampagne für mehr Nachhaltigkeit und weniger Konsum. In diesem Jahr wurden die Kund*innen nicht nur zu weniger Konsum angeregt, sondern auch dazu aufgefordert zu handeln. Patagonia ermutigte, mehr von der Politik und den Textilherstellern zu fordern. Denn nur dann seien diese gezwungen, etwas zu ändern und ihre „schmutzigen Praktiken“ aufzugeben. Dafür hat die Marke eine eigene Seite veröffentlicht, CEO Ryan Gellert selbst hat ein umfangreiches Statement veröffentlicht und der neue Spot zeigt, was in der Industrie schiefläuft – und wie Patagonia es anders macht.

IKEA: Möbelriese macht mit Schock-Spot auf häusliche Gewalt aufmerksam.

IKEA macht mit einem sehr ehrlichen Spot auf häusliche Gewalt und deren Gefahren aufmerksam.
Bild: Screenshot aus IKEA-Spot

Was zuerst an einen Horrorfilm à la Paranormal Activity erinnert, ist ein beeindruckender Weckruf von IKEA. Der schwedische Möbelriese macht mit dem neuen tschechischen Werbespot auf häusliche Gewalt aufmerksam und erinnert daran, dass diese nicht immer sofort sichtbar ist. In besagtem Kurzfilm „Ghost“ scheint es zunächst, als würde das Haus der Protagonistin das Leben schwer machen – bis klar wird, dass nicht das Haus, sondern ihr Mann Teller geschmissen und Geld geklaut hat.

Douglas: „Ein Geschenk kann so viel mehr bedeuten“.

Mit der neuen Weihnachtskampagne stellt Douglas materielle Werte in den Hintergrund und konzentriert sich auf ideelle Werte wie Nächstenliebe, Zusammenhalt und Akzeptanz. "Zusammen mit der Kreativagentur Jung von Matt haben wir intime, emotionale Momente zwischen Menschen eingefangen, die einander wirklich sehen und schätzen. Das ist uns wichtig und genau das zeigen wir", so die CMO der Douglas Group, Susanne Cornelius. "Mehr denn je müssen wir zusammenhalten und das erfordert bedingungslose Akzeptanz füreinander. Weihnachten ist der perfekte Anlass, genau dies zu tun." Neben TV-Spots findet die Kampagne außerdem auf Social Media statt, wie beispielsweise in Form eines Instagram-Adventskalender.

Opel: Es wird mal wieder am Blitz gefeilt.

Opel verfeinert weiterhin den Markenauftritt und stellt ein neues Logo sowie eine Corporate Schrift und eine Corporate Farbe vor.
Bild: Opel

Es ist nicht das Erste Mal, dass Opel in diesem Jahr am eigenen Markenauftritt arbeitet. Die Designsprache wurde bereits erneuert, wie wir an dieser Stelle im Juli berichteten. Nun wurde am Opel-Blitz gefeilt und ein neues Markenlogo, sowie die neue Corporate-Schrift „Opel Next“ vorgestellt. Das neue Logo ist minimalistisch gehalten und deutlich feiner gezeichnet als zuvor. Den neuen Auftritt komplett macht das leuchtende „Opel-Gelb“, mit welchem der Kraftfahrzeughersteller visuell die „Innovationskraft der Marke“ signalisieren möchte. Insgesamt möchte das Unternehmen in seinem Auftritt moderner und mutiger werden. Der neue Markenauftritt soll in der ersten Jahreshälfte 2021 mit dem neuen Opel Crossland und dem neuen Opel Mokka sichtbar werden. „Wir sind selbstbewusst, aufgeschlossen und integrativ. Unser Motto für diese neue Ära ist ‚from cold to cool‘. Wir übertragen die progressive deutsche Kultur in unseren neuen modernen Markenauftritt bei Opel. Das neue Erscheinungsbild steht für unser aufregendes und rundum erneuertes Produktprogramm", sagt Xavier Duchemin, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Aftersales bei Opel.

Dallmayr: Prodomo bekommt einen neuen Anstrich.

Nachdem bereits die beiden Dallmayr Kaffeemarken D’oro und Capsa in ihrem Auftritt verjüngt worden sind, ist nun Dallmayr Prodomo dran. Der Kaffee, welcher seit 1964 verkauft wird, bekommt das neue Motto „Unser Herz schlägt prodomo“. Trotz all der Modernisierung werden alte Werte beibehalten, wie auch der neue Spot zeigt. Hier treffen junge und frische Elemente wie der Kaffee to go auf der Straße auf altbewährtes wie die stilvoll eingerichteten Kaffeehäuser. Die klassische Dallmayr-Melodie wurde mit einem Beat unterlegt, der an den Herzschlag des Mottos angelehnt ist. Das Ziel der Neuausrichtung sei es, junge Leute für den Traditionskaffee zu begeistern.

DocMorris: Marke bekommt ein neues Erscheinungsbild.

DocMorris erneuert den eigenen Markenauftritt und möchte damit den nächsten Schritt in Richtung Digitalisierung gehen
Bild: DocMorris

Die Versandapotheke DocMorris hat einen neuen Markenauftritt veröffentlicht. Das neue Markenbild soll gleichzeitig für die neue Vision des Unternehmens stehen: der nächste Schritt Richtung Digitalisierung. DocMorris möchte vom Online-Arzneimittelhändler zu einem digitalen Gesundheitsdienstleister werden. Um das sowohl in der Markenidentität als auch in der Markenarchitektur zu zeigen, wird ein rundum erneuertes Markenbild präsentiert. Die Kund*innen und deren Gesundheit sollen damit noch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Statt einem Apothekenkreuz findet sich also nun ein Herz als Symbol der Menschen und ihrer Gesundheit im Logo. Das Herz selbst ist in drei verschiedenen Grüntönen gestaltet, welche die vielfältigen bestehenden und zukünftigen Services widerspiegeln sollen. Passend zum neuen Auftritt gibt es außerdem einen der emotionalsten Weihnachts-Werbespots in diesem Jahr unter dem Hashtag #Herzensangelegenheit.

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