04.11.2020 - News.

Der GMK Marken-Mittwoch: Pannen-Uhr für BER, emotionaler Start ins Weihnachtsgeschäft und ganz viel Nachhaltigkeit.

Die letzte Woche in der Marken-Welt war emotional. Die neuen Entwicklungen der Pandemie beschäftigen auch die Marken, Amazon beispielsweise startete mit einem bewegenden Spot ins Weihnachtsgeschäft. Außerdem ist das Thema Nachhaltigkeit bei vielen Lebensmittelmarken weiterhin ein großes Thema. Außerdem wurde eine Marke mit einem der größten Deals des Jahres verkauft und Swatch erlaubte sich einen Scherz mit dem Berliner Pannenflughafen.

Amazon: emotionaler Spot läutet Weihnachtsgeschäft ein.

Amazon wirbt mit der neuen Weihnachtskampagne für Zusammenhalt
Bild: Amazon/YouTube-Werbespot

Amazon eröffnet mit einem emotional bewegenden Werbespot das Weihnachtsgeschäft. Die Kernaussage: „The show must go on“. Für viele ist dies wohl das Motto des Jahres 2020. In einem Jahr, in dem nichts so war wie sonst, ist auch das Weihnachtsgeschäft nicht wie sonst. Mit dem Spot wirbt Amazon für Zusammenhalt, Gemeinschaft, Hoffnung und das, was man gemeinsam auch in der Krise schaffen kann. Dabei gibt das Unternehmen der Pandemie zwar einen Platz im Spot, jedoch keine zu große Bühne. Die Geschichte der Ballerina, die ihren abgesagten großen Moment dank vieler kleiner Helfer auf dem Innenhof ihrer Wohnsiedlung erlebt zeigt: wir schaffen das! "Unsere Weihnachtskampagne ist inspiriert von dem unbezwingbaren menschlichen Geist und der Kraft der Gemeinschaft, die wir in diesem Jahr so oft erlebt haben", so Simon Morris, Vice President Global Creative bei Amazon.

Dr. Oetker: Marke kauft Erfolgsmarke Flaschenpost.

Es ist einer der größten Deals des Jahres: Dr. Oetker hat Flaschenpost für Medienberichten zufolge eine Milliarde Euro gekauft. Vier Jahre nach Gründung hat der Getränkelieferservice damit einen beachtlichen Wert zum Exit erreicht. Zuvor hatte Dr. Oetker versucht, dem Unternehmen mit „Durstexpress“ Konkurrenz zu machen. Mit dem Kauf von Flaschenpost sichert sich Dr. Oetker nun den direkten Zugang zu den eigenen Kunden, indem Produkte wie Clausthaler, Radeberger und Schöfferhofer per Flaschenpost geliefert werden können.

Swatch: Eine Uhr für den Pannenflughafen.

Die Marke Swatch erlaubt sich einen Scherz zur Eröffnung des Berliner Pannenflughafens
Bild: Swatch/Facebook

Neun Jahre zu spät ist er dran, der Berliner „Pannenflughafen“. Und genau neun Jahre Verspätung zeigt auch die neue Swatch Uhr. Das Modell trägt den passenden Namen „Delayed“ und wird von Swatch selbst als "der Running Gag für's Handgelenk zum Erinnern, Kopfschütteln und Kaputtlachen" bezeichnet. Sogar die Verpackungen fassen das Thema auf und sind mit Kaffeeflecken, Staubüberzügen und Klebestreifen versehen. Bereits zur geplanten Eröffnung 2011 wollte Swatch außerdem einen Store im Flughafen eröffnen. Jetzt, wo es soweit ist, ist auch im Shop die Zeit angehalten worden. Die Einrichtung ist der Standard-Swatch-Ladeneinrichtung von vor neun Jahren nachempfunden. Die Flughafengruppe wusste bis zur Veröffentlichung übrigens nichts von der Werbeaktion – ein mutiger Schritt von Swatch.

Ranking: Lego ist erneut die beliebteste Marke der Deutschen.

Der YouGov Brand Index hat wieder die Lieblingsmarken der Deutschen untersucht. Das Ergebnis der Gesamtsieger zeigt keine großen Neuerungen. Nach wie vor sichert sich Lego den ersten Platz, wie auch schon in den vergangenen beiden Jahren. Auf Platz zwei ist ebenfalls wie im letzten Jahr dm, auf Platz drei kann Ravensburger die Vorjahresposition verteidigen. Im Bereich Automobil konnte Mercedes-Benz das Rennen für sich entscheiden, im Einzelhandel folgen hinter dm Rossmann und Amazon.

Ritter Sport: Nachhaltigkeit mit eigenem Kakao.

Ritter Sport wird nachhaltig und bringt Special Edition aus eigenem Kakao auf den Markt
Bild: Ritter Sport

Ritter Sport hat die erste Sonder-Edition der Marke aus eigenem Kakao herausgebracht. „Don Schoko“ heißt die Sorte und hat einen besonderen Hintergrund. Das Faultier Don Schoko, welches die Verpackung ziert, soll auf der knapp 10.000 Kilometer entfernten Kakaoplantage von Ritter Sport in Nicaragua wohnen und das inoffizielle Maskottchen von El Cacao sein. El Cacao, das ist Ritter Sports Kakao-Plantage, wo außerdem Brüllaffen, Alligatoren, Vogelarten, Schlangen, Spinnen und Insekten ein Zu Hause finden. Die Marke hat sich neben dem eigenen Kakaoanbau den Schutz der Artenvielfalt auf die Fahne geschrieben, weshalb eine Hälfte der 2.500 Hektar großen Plantage dafür genutzt wird. „Am Beispiel von El Cacao zeigt Ritter Sport, dass es möglich ist, Kakao unter sozial und ökologisch fairen Bedingungen und zugleich zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubauen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Sonder-Edition ist zurzeit exklusiv bei Edeka erhältlich.

Die Pandemie macht‘s möglich: Burger King wirbt für Konkurrenz.

Normalerweise sind sie keine großen Freunde: Fast Food-Marken, die sonst ständig darum kämpfen, wer die bessere ist. In Zeiten der Pandemie steht jedoch Zusammenhalt an der Tagesordnung. Burger King setzte sich nun öffentlich dafür ein, dass die Menschen im zweiten Lockdown Essen bestellen – und das zur Not auch bei der Konkurrenz. Die Begründung: die ganze Branche brauche Unterstützung. Ganz ohne Seitenhieb kommt der Lockdown-Freundschaftsdienst dann jedoch nicht aus. In der britischen Kampagne heißt es zum Beispiel „Getting a Whopper is always best, but ordering a Big Mac is also not such a bad thing. “

Lindt: Hello gibt es jetzt in vegan.

Lindt springt auf den veganen Zug auf und launcht neue Sorten
Bild: Lindt

Die Hello-Sorten von Lindt gibt es ab sofort auch für vegane Schokoladen-Fans. Die Marke bringt drei neue vegane Sorten auf den Markt, die Basis für die Schokoladen bildet Hafermilch. Ohne tierische Bestandteile gibt es nun die Sorten Cookie, Salted Caramel und Haselnuss. Um den Nachhaltigkeitsgedanken noch weiterzuverfolgen, sind auch die Verpackungen aus umweltfreundlicher Graskartonverpackung.

Harley Davidson: die neuste Maschine ist ein E-Bike.

Die Traditionsmarke Harley Davidson bringt eine E-Bike Marke raus
Bild: Serial 1

Harley Davidson stand schon immer für geballte Motorenkraft auf zwei Rädern. So könnte man auch das neuste Modell bezeichnen – nur, dass die Maschine ein Fahrrad und der Motor der E-Bike-Antrieb ist. Harley Davidson bringt gemeinsam mit Partnern die E-Bike Marke „Serial 1Cycle Company“ an den Markt. Die ersten Bikes des Unternehmens sollen im Frühjahr nächsten Jahres zu kaufen sein. "Als Harley-Davidson 1903 zum ersten Mal einen Zweiradantrieb entwarf, änderte dies dauerhaft die Art, wie sich die Welt fortbewegte", sagt Aaron Frank, Markendirektor von Serial 1 in einem Interview. Dieser Erfolg soll mit den E-Bikes wiederholt werden. So soll die E-Bike Linie eine Schlüsselrolle in einer „Mobilitätsrevolution“ werden. Der Name Serial 1 ist an das älteste bekannte Harley Davidson-Motorrad namens „Serial Number One“ angelehnt.

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