08.07.2020 - News.

Fashion Marken trotzen Pandemie-Einschränkungen, DMEXCO rein digital und Facebook-Boykott spitzt sich zu

Rücktritt bei Adidas: Personalchefin regiert auf interne Kritik.

Aufgrund von rassistischen Äußerungen auf einer Firmenveranstaltung stand Adidas-Personalchefin Karen Parkin unter extremer interner Kritik. Sie soll Rassismus als „Lärm, der nur in den USA diskutiert wird“ bezeichnet haben. Nun zieht Parkin Konsequenzen und tritt nach 23 Jahren zurück. "Um das Unternehmen zu einen, ist es besser, wenn ich mich zurückziehe und den Weg für einen Wandel bereite", erklärte sie. Ihr Nachfolger wird Vorstandsschef Kasper Rorsted.

Facebook: Boykott spitzt sich zu.

Auch diese Woche müssen ein paar Worte zur Entwicklung des Facebook-Boykotts verloren werden. Was mit ein paar Marken, die sich gegen Facebook-Werbung aussprachen anfing, hat sich zu einem Thema entwickelt, welches die gesamte Markenwelt fest im Griff hat. Mittlerweile haben sich mehr als 250 Marken dem Boykott angeschlossen, teilweise wird nicht nur die Facebook Werbung gestoppt, sondern sämtliche Maßnahmen. Eine der ersten deutschen Marken war in der vergangenen Woche VW, die jetzt deutliche Kritik für ihr Verhalten einstecken müssen. Dem Unternehmen wird Mitläuferschaft vorgeworfen. Der Schritt käme zu spät, die Maßnahmen würden als PR genutzt werden. Die meisten Marken die sich der Bewegung angeschlossen haben, erhalten jedoch Zuspruch und Unterstützung aus der Öffentlichkeit. Ein Gespräch zwischen den Organisatoren der #StopHateforProfit Bewegung und Mark Zuckerberg sollte nun für eine Annäherung der beiden Parteien sorgen, zog jedoch das Gegenteil mit sich. Facebook wehrt sich weiterhin gegen die Vorwürfe und spricht sich für eine freie Meinungsäußerung aus.

Umgang mit Corona: Modemarken erfinden sich in der Pandemie neu.

In der Corona Pandemie setzen Fashion Marken auf außergewöhnliche Maßnahmen wie etwa ein gezeichnetes Cover

Keine Fashion Weeks, weniger Kunden in den Läden und kaum Möglichkeiten sich als Fashionmarke zu positionieren: die Marken der Fashion-Industrie stehen vor neuen Herausforderungen. Einige erfinden sich dabei neu und finden kreative Lösungen. So finden Fashion Weeks nur mit ausgewähltem Publikum statt und werden online übertragen. Die Harper’s Bazaar nutzt als Antwort auf ausfallende Foto-Shootings Illustrationen auf dem Titel und die Red Bull-Marke Alpha Tauri ersetzte fehlende Models durch Schaufensterpuppen, die zwischen der erlaubten Anzahl echter Laufsteg-Models stehen.

DMEXCO: Fachmesse für digitales Marketing und Werbung findet digital statt.

Eigentlich sollte die DMEXCO in diesem Jahr als ein Mix aus Digital- und Live-Event stattfinden. Da sich einige Aussteller gegen die Lösung aussprachen, findet die Messe nun komplett digital statt. Die Lösung soll außerdem Marken entgegengekommen, welche aufgrund der Pandemie ins Wanken kamen und ihre Messekonzepte nicht wie geplant hätten durchführen können. "Die Dmexco @home war von Beginn an nicht als Ergänzung, sondern als eigenständige Plattform konzipiert. Wir erwarten deshalb, dass die digitale Dmexco der physischen Dmexco in punkto Aussteller-, Besucher- und Kontaktqualität in nichts nachsteht", betont Dmexcos Chief Advisor Dominik Matyka. Alle Informationen zum Ablauf der Online Messe gibt es hier.

Automobilmarke goes digital: Eigener App-Store für BMW.

BMW stellte im Rahmen ihrer virtuellen Show "BMW Connected Car Beta Days 2020" Pläne für einen eigenen App-Store vor. Kunden sollen dort besondere Extras und Gadgets für ihre Autos abonnieren und nutzen können. Komfortfunktionen wie die Sitzheizung sollen durch den App-Store buchbar sein und beispielsweise nur für die Wintermonate genutzt werden können. So können Kunden immer selbst bestimmten welche Funktionen sie wann nutzen wollen. Selbst Gebrauchtwagen können so mittels App nachträglich aufgewertet werden.

FSK 18: Amazon lässt Kinder verbotene Serien zeichnen.

Amazon Prime bewirbt neues Feature mit außergewöhnlicher Brand-Kampagne

Im Rahmen der Werbung für das neue „Parental Control“-Feature hat Amazon drei Kindern die Titel von Serien, die sie nicht sehen dürfen verraten. Diese sollten dann zeichnen, was sie sich unter der Serie vorstellen. Herausgekommen sind kindlich unschuldige Versionen von „Carnival Row“, „The Boys“ und „The Man in the High Castle“. Eine interessante Werbekampagne der Streaming-Marke des Online-Riesen.

Rose Bikes: Neue Führung für die Fahrrad-Brand.

Rose Bikes arbeitet schon länger an der Entwicklung zu einer Lifestyle-Brand. Nun wurde Katharina Volkmer als Lead Advertising Managerin in das Unternehmen geholt. Die Expertin für Kampagnen-Steuerung soll die Schnittstelle zwischen Handel und Marke weiter zusammenbringen.

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