Interview mit der GMK Geschäftsführung.

Dr. Saskia Diehl und Hans Meier-Kortwig im Interview.

Was ist das Besondere an der GMK Markenberatung? Was zeichnet Ihre Arbeit aus?

HMK: Wir haben unseren Fokus ganz klar auf der langfristig ausgerichteten, ganzheitlichen Implementierung der Marke. Erst wenn sich der Markengedanke im Angebot, das heißt in Produkten, Design, Sortimenten und Serviceangeboten sowie in dem Verhalten der Mitarbeiter niederschlägt, kann eine Marke ihre Kraft entfalten. So verstanden ist Markenführung eine langfristige Aufgabe, die vor allem unternehmensstrategische Relevanz hat. Marken sind Eichen, keine Pilze ...

SD: Was GMK dazu besonders macht, ist aus meiner Sicht das ganz besondere Zusammenspiel von Qualifikation, Persönlichkeit und Begeisterung, die jeder einzelne Brand Guide mitbringt – Begeisterung für Marken und dafür, sie stark zu machen. Das macht mir persönlich großen Spaß und prägt natürlich auch die Zusammenarbeit mit unseren Kunden, die schnell merken, dass sie bei der GMK nie Konzepte vom Reißbrett erhalten, sondern umsetzbare, individuell auf ihre Belange und Marken zugeschnittene Leistungen.

 

Wem bzw. welchen Unternehmen würden Sie die GMK Markenberatung empfehlen?

HMK: Allen, die ihre Marke langfristig ausrichten und ganzheitlich führen wollen.

SD: ... interessanterweise konnten wir häufig Unternehmen helfen, die sich zu Beginn immensen Widerständen bei der Markenführung gegenübersahen. Z.B. wenn es heißt „Der Vorstand interessiert sich nicht für Marke“ oder „Der Vertrieb ist die stärkste Instanz im Unternehmen und hält Markenführung für Marketing-Voodoo.“

 

Die GMK zeigt sich in einem neuen Look – deutlich bildhafter, bewegter, selbstbewusster, siehe Website-Relaunch. Signal für einen Neuanfang – oder dürfen sich Kunden weiterhin auf bewährte Markenwerte der GMK verlassen?

SD: Wir sind weiterhin die Brand Guides, die mit großer Begeisterung Markenmacher dabei unterstützen, Marken zum Erfolg zu führen. Aber wir setzen besonderes Augenmerk auf die Implementierung – und das muss natürlich auch für unseren eigenen Markenauftritt gelten:

Mit dem neuen und überarbeiteten Look wollen wir unsere Arbeit und das, was uns auszeichnet, deutlicher zum Ausdruck bringen. Der Brand Guide verbindet Professionalität und Persönlichkeit, beweist Charakter und Eigenständigkeit – das tragen wir jetzt stärker nach außen. Den neuen Auftritt prägt daher zum ersten Mal ein eigenständiges Corporate Design Element, die Ellipse, die Bewegung und Fokussierung gleichermaßen assoziiert – und mit der die Brand Guides Impulse oder Standpunkte setzen können. Bestehen bleibt unser typisches, aber durch Türkis aufgefrischtes GMK-Grün.

Ganz neu ist unser Bild-Stil, der die Brand Guides selbst deutlicher in den Vordergrund stellt. Es lohnt sich übrigens, hier genauer hinzusehen: In jedem Bild sind nicht nur Zitate unserer Brand Guides zu finden, sondern auch ihre Lieblingsmarken und die Bedeutung, die Marken für sie persönlich haben.

 

Die Kommunikation hat sich in den letzten zehn Jahren immens verändert. Wie beeinflusst das die Aufgabenfelder der Markenberatung? 

HMK: Die steigende Anzahl und eine sich ändernde Relevanz der einzelnen Kontaktpunkte einer Marke haben die Rahmenbedingungen der Markenführung grundsätzlich verändert. Dabei ist heute ihre Wirkung in digitalen Kanälen messbar, der Kunde wird immer mündiger – Fehlverhalten von Marken wird in Windeseile sichtbar.

Diese Entwicklungen werden meines Erachtens nach zu einer neuen Authentizität der Marken führen: Erfolgreiche Marken müssen zukünftig noch profilierter sein als früher und ihr Profil homogen an den entscheidenden Kontaktpunkten erlebbar machen. Der Markenberater wird zukünftig viel mehr zum Dirigenten als zum kreativen Macher. Er muss mit seiner medienübergreifenden Expertise seine Kunden bei der effizienteren Ausgestaltung der Erlebniskette begleiten: Das spiegelt sich in der Idee der Brand Guides bei der GMK Markenberatung wieder.

 

Welche Marken würden Sie gerne beraten und zu mehr Profil verhelfen? Gibt es eine Branche, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

HMK: Mir liegen die Marken des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems sehr am Herzen. In Zeiten des Populismus via Social Media und Digitalisierung zeigen die Entwicklungen in der Türkei, Russland oder in den USA, dass eine neutrale und seriöse Berichterstattung für funktionierende Demokratien unabdingbar ist.

SD: Das Spannende an unserer Arbeit ist, dass wir für unterschiedliche Branchen tätig sein dürfen. Dennoch gibt es einen Bereich, der mit Sicherheit noch sehr stark von einer Professionalisierung in der Markenführung profitieren könnte: Versicherungen und Finanzdienstleister. Diese Branchen sind tiefgreifenden Wandlungen unterworfen, müssen sich quasi neu erfinden. Da kann die Marke das Instrument sein, das in diesem Wandel Orientierung und Zukunftsperspektiven eröffnet.