21.04.2021 - News.

Der GMK Marken-Mittwoch: Viel Wind um pinke Hygiene-Handschuhe, adidas schafft Optimismus und K-Pop-Stars kooperieren mit dem goldenen M.

An einem Thema kam in der vergangenen Woche so gut wie niemand vorbei: die Marke Pinky Gloves hatte ihr Produkt in der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt und nicht nur eine große Diskussion um die weibliche Menstruation und den Umgang damit, sondern auch einen Shitstorm ausgelöst, der in den vergangenen Tagen ausartete. Außerdem motiviert Adidas Nutzer*innen dazu ihre Träume zu verwirklichen und die südkoreanischen K-Pop-Stars BTS bekommen ein eigenes Menü bei McDonalds.

Pinky Gloves: Shitstorm gegen „Höhle der Löwen“-Teilnehmer artet aus.

Die Marke Pinky Gloves stellt nach Shitstorm den Betrieb ein
Bild: Screenshot Twitter @RalfDuemmel

Seit Ende März ist die beliebte Vox-Gründer-Sendung „Die Höhle der Löwen“ wieder auf Sendung. Auch die Gründer von Pinky Gloves stellten dort ihren Pitch vor und konnten einen Deal mit Ralf Dümmel machen. Was zu dem Zeitpunkt keiner ahnte: nach der Ausstrahlung der Folge geriet die Marke in einen regelrechten Shitstorm, insbesondere auf Social Media, wo es sogar den Hashtag #pinkygate gab. Nicht nur Content Creator*innen und Nutzer*innen, auch andere Marken wie IKEA wetterten gegen den pinken Handschuh, der das hygienische und blickdichte Entfernen von Damenhygieneartikeln sicherstellen sollte. Pinky Gloves trage dazu bei, das Thema Menstruation zu tabuisieren und suggeriere Frauen, dass ihre Periode etwas Ekliges sei. Auch die Gründer selbst wurden kritisiert – viele waren der Meinung, sie könnten sich als Männer nicht in Frauen hineinversetzen und würden zum Beispiel mit der pinken Corporate Farbe ein Frauenklischee spielen. Auch die Tatsache, dass der Handschuh aus Plastik nicht nachhaltig ist wurde kritisiert. Zudem meldeten sich frühere Teilnehmerinnen der Vox-Show: Ooia, damals noch ooshi, pitchten in ihrer Staffel Periodenunterwäsche – und wurden abgelehnt. Dass nun Pinky Gloves ein Investment erhielten können die beiden Gründerinnen der Marke nicht nachvollziehen.

Kurz darauf reagierten die Gründer der Marke mit einem Statement, in welchem sie betonten, nur helfen zu wollen und auf keinen Fall die Menstruation als etwas Ekliges oder „zu versteckendes“ darstellen zu wollen. Sie wollten die Kritik aufnehmen und in die Entwicklung mit einbinden. Auch Dümmel entschuldigte sich öffentlich: "Mir tut es im Herzen weh, wenn ich all die Nachrichten und Kommentare lese. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, dass ich dem Thema Periode bisher nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet habe. Das werde ich ab jetzt ändern." Der Shitstorm artete jedoch so weit aus, dass sich die beiden Gründer mit massiven Drohungen konfrontiert sehen mussten und die Marke nun einstellen. „Wir hören auf mit #pinkygloves. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt vor, jemanden zu diskreditieren oder einen natürlichen Prozess zu tabuisieren. Die Entwicklung unseres Produkts und die Kommunikation dazu war nicht durchdacht. Menschen machen Fehler - Und mit Fehlern muss man umgehen“, heißt es in dem Statement auf der Website von Pinky Gloves. „Was uns nachhaltig sehr trifft, ist die Tatsache, dass wir einer heftigen Welle an Hass, Mobbing und Gewaltandrohungen, bis hin zu Morddrohungen, ausgesetzt sind. Wir werden auf offener Straße attackiert und beschimpft. Wir haben uns die Kritik zu Herzen genommen und sie verstanden. Wir halten das nicht mehr aus und sind mit unseren Kräften am Ende. Bitte hört damit auf, uns, unsere Familien und Unterstützer:innen anzugreifen und zu bedrohen“, heißt es weiter.

McDoanlds schnappt sich K-Pop Superstars für Kooperation.

McDonalds macht sich erneut die Reichweite von Musikern zu Nutze. Nach der erfolgreichen Kollaboration mit Rapper Travis Scott gibt es nun ein Signature Menü der südkoreanischen Band BTS. Die K-Pop Band ist die erfolgreichste ihrer Branche und mit dafür verantwortlich, dass K-Pop über die letzten Jahre weltweit immens an Bekanntheit und Beliebtheit gewonnen hat. Ab dem 26. Mai wird es das BTS-Menü in 50 Ländern geben. Deutschland und die Schweiz sind nicht dabei, Österreich wird das BTS-Menü jedoch anbieten. Das Signature Menü von Travis Scott hatte dafür gesorgt, dass den Restaurants teilweise die Zutaten für den im Menü enthaltenen Burger ausgingen. Travis Scott verdiente mit dem Deal laut Medieninformationen knapp 20 Millionen Dollar.

Die „Passtbank“: Neuer Markenauftritt für die Postbank.

Die Postbank hat ihren Markenauftritt aufgefrischt und wir dafür zur „Passtbank“. Unter dem Hashtag #diePASSTBANK wird der neue Markenauftritt im Rahmen einer Privatkredit-Kampagne vorgestellt. Der Kern der Kampagne ist ein Gefühl von Unbeschwertheit. Finanzielle Angelegenheiten sollen mit der Postbank einfach, fair und unkompliziert werden. Die Postbank möchte sich künftig jünger und frecher darstellen und zeigen: hier passt es einfach – sowohl die Wünsche der Kund*innen als auch zwischen Kund*innen und der Postbank.

Nichts ist unmöglich: adidas setzt auf Optimismus.

adidas zeigt gemeinsam mit Markenbotschaftern wie Beyoncé, Serge Gnabry oder Mo Salah, dass alles möglich ist. Die neue Kampagne „Impossible is nothing“ zeigt die Geschichte der Protagonisten, Bilder aus deren Kindheit und wie Optimismus und der Wunsch etwas zu schaffen sie dorthin gebracht hat, wo sie heute sind. Sie soll Nutzer*innen dazu ermutigen nicht aufzugeben und an sich zu glauben, egal wo sie herkommen oder welche Möglichkeiten sie augenscheinlich haben.

Ganz neu ist die Kampagne nicht. Bereits 2004 gab es eine „Impossible is nothing“-Kampagne, welche damals große Wellen schlug. Nun soll die Kampagne nicht nur eine Kampagne bleiben, sondern zur Markenhaltung werden.

Rapperin Cardi B designt für Reebok.

Cardi B bringt neue Kollektion mit Marke Reebok raus
Bild: Reebok

Am 23. April kommt die neue „Summertime Fine Collection“ von Reebok gemeinsam mit Rapperin Cardi B auf den Markt. Bei der Kollaboration steht unter anderem das Thema Female Empowerment im Vordergrund. Mit der Kollektion sollen Frauen ermutigt werden, sich selbst treu zu bleiben. Inspiriert ist die Kollektion vom Look and Feel der 90er Jahre und soll Cardis mutige und transparente Persönlichkeit wiederspiegeln. "Ich bin so stolz, meine erste Bekleidungslinie mit Reebok anzukündigen. Diese Kollektion gibt jeder Frau das was sie braucht, um sich sexy und selbstbewusst zu fühlen; die Taille umschmeichelnden Tights und kurvenbetonten Silhouetten lassen jeden Körper umwerfend aussehen", so die Rapperin zur Kollektion.

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